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Diagnose Profiling Assessment

In diesem Teilprojekt werden berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten festgestellt. Die Teilnehmer werden in der Gruppe mit unterschiedlichen persönlichen und fachlichen Anforderungen konfrontiert. Stärken und Schwächen werden dabei (z.B. mit Hilfe von Hamet 2) erfasst und ausgewertet, um eine fundierte Entscheidung über weitere Perspektiven treffen zu können. Es erfolgt eine Bewertung und Einschätzung der Teilnehmer im Hinblick darauf, für welche der angebotenen Qualifizierungsbereiche sie geeignet erscheinen (EDV, Metall, Bäckerei, Küche, Reinigung, Produktionshelfer oder andere Betriebe). Entscheidend für diesen Vorgang ist das Vorhandensein von Vorerfahrungen bzw. Fähigkeiten auf Seiten des Teilnehmers. Auf ihnen wird in dieser Maßnahme aufgebaut. Dabei können Perspektiven allerdings nur für jene Bereiche entwickelt werden, die in der Anstalt vorgehalten werden.

Die Maßnahme ermöglicht neben der Feststellung vorhandener Kenntnisse und Erfahrungen das Training von Arbeitstugenden bzw. sozialen Kompetenzen. Unter Berücksichtigung der Auswertung der bisherigen beruflichen Qualifikationen, der vorliegenden Berufserfahrung und der Fähigkeiten und Fertigkeiten wird eine Empfehlung für den weiteren Verlauf erarbeitet. Die Teilnehmer lernen einen realistischen Blick für eigene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse zu entwickeln und zu reflektieren.

Zielgruppen sind Insassen im Rahmen der Entlassungsvorbereitung, bei denen die Überprüfung und Beurteilung ihres Leistungsprofils und vorhandener Potentiale mit Hilfe der Eignungsfeststellung notwendig ist. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse, des Einübens fachlicher Fähigkeiten und deren Beurteilung wird ein individueller Förderplan erstellt, mit dem Ziel einer passgenauen Zuordnung in die entsprechende An- oder Weiterqualifizierung in den Fachwerkstätten der JVA oder, bei Eignung, auch außerhalb der JVA bei einem entsprechenden beruflichen Weiterbildungsträger.