Im Rahmen der Gesamtkoordination werden weitere, aus anderen Europäischen Programmen geförderte Projekte in das Gesamtgeschehen eingebunden. Dies dient einerseits dem Wissensaustausch, indem Wissen aus den Projekten im CHANCE-Netzwerk verbreitet wird, während die Erfahrungen des CHANCE-Netzwerkes ebenso einen Input in die Europäischen Projekte liefern. Andererseits dient es der Vernetzung, da Personal an Fortbildungen und Veranstaltungen der Europäischen Projekte teilnehmen kann.
Zu nennen sind zur Zeit folgende laufende Projekte:
Promoting Integrated Professional Development for Prison Practitioners in Vocational Excellence for Offender Reintegration; europäisches Projekt zur Entwicklung und Erprobung eines praxisorientierten Weiterbildungsprogramms für Fachkräfte im Bereich Resozialisierung und soziale Reintegration.
Laufzeit: März 2024 bis Februar 2028
Gefördert durch: Erasmus+
Beteiligte Institutionen: Europäische Projektpartner aus den Bereichen Justizvollzug, Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung sowie Resozialisierung und soziale Reintegration.
Ziel: Ziel ist der Aufbau nachhaltiger europäischer Weiterbildungsstrukturen für Fachkräfte der Resozialisierung und sozialen Reintegration. Hierzu werden nationale Kompetenzzentren sowie ein gemeinsames, praxisorientiertes Trainingsprogramm entwickelt, erprobt und langfristig in bestehende Strukturen überführt.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Projektes "PROMOTE".
Holistic Outreach for (former) Prisoner and Employee Mental Health
Laufzeit: 01.11.2025 bis 31.10.2027
Gefördert durch: Erasmus+
Beteiligte Institutionen: Hoppenbank e.V. (Projektkoordination), Interchange Non-Profit gUG (Deutschland), Centrul pentru Promovarea Invatarii Permanente (Rumänien), Penitenciarul Oradea (Justizvollzugsanstalt, Rumänien), Athens Lifelong Learning Institut (Griechenland), EUTHRIVE (Italien)
Assoziierte Partner:innen: SHH – Schweizer Haus Hadersdorf (Österreich), Justizvollzugsanstalt Bremen (Deutschland), Justizvollzugsanstalten Chania und Agia Rural (Griechenland)
Ziel: HOPE verfolgt das übergeordnete Ziel, die psychische Gesundheit von Menschen zu fördern, die mit Justizvollzugsanstalten in Kontakt stehen – sowohl (ehemals) Inhaftierte und deren Angehörigen als auch Mitarbeitende aller Berufsgruppen. Dafür soll das Projekt praxisnahe Werkzeuge liefern. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung von Richtlinien, die Erstellung eines Evaluations-Toolkits zur mentalen Gesundheit und Pilotprojekte zur inklusiven psychischen Gesundheit.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Projektes "HOPE" von Hoppenbank e.V.
Berufsbildungsprojekt zur Verbesserung der Lernbedingungen im Strafvollzug mit Schwerpunkt auf erwachsenen Inhaftierten mit Dyslexie
Laufzeit: 01.12.2025-01.12.2027
Gefördert durch: Erasmus+, Bundesinstitut für Berufsbildung
Beteiligte Institutionen: Hoppenbank e.V. (Straffälligenhilfe Bremen), Interchange Non-Profit gUG (Deutschland, Projektkoordination), CPIP – Center for Promoting Lifelong Learning (Rumänien), Gefängnis Oradea (Rumänien), Päpstliche Universität Johannes Paul II. (Polen), Staatsanwaltschaft Kocaeli (Türkei)
Assoziierte Partner: Bundesverband Legasthenie & Dyskalkulie e.V., Justizvollzugsanstalt Bremen, Dr. Martin Bloomfield
Ziel: Die Lernbedingungen im Strafvollzug sollen durch inklusive und flexible Bildungsangebote und durch Stärkung der pädagogischen Kompetenzen der Mitarbeitenden verbessert werden. Weitere Ziele des Projekts sind die Entwicklung eines Screening-Verfahrens zur Erkennung von Lernstörungen sowie die Erstellung angepasster Lehr- und Lernmaterialien für Inhaftierte mit Dyslexie.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Projekts "FLEXability" von Hoppenbank e.V.
Mit dem Projekt EUTEx setzt die SJV ihre Tradition in der Bearbeitung des Themas Radikalisierungsprävention weiter um. In diesem Projekt gilt es vor allem, die Netzwerkstrukturen in Europa aufzuzeigen, Standards der Einschätzung von Projekten zu entwickeln sowie zu verbreiten.
Dier Senatorin für Justiz und Verfassung ist Partnerin in diesem Projekt.
Das Projekt „DIGICOR - Digitalisation in COrrections towards reduced Recidivism“, widmet sich der Umsetzung technologiebasierter Angebote für Mitarbeiter*innen im Strafvollzug. Darüber hinaus sollen technologiebezogene Fortbildungsangebote für Mitarbeiter*innen mit Bezug auf e-learning Angebote zur Aus und Fortbildung von Insassen, die die Wiedereingliederung von Insassen unterstützen, erfolgen.
Das Projekt wird von der Senatorin für Justiz und Verfassung geleitet.
Gefördert wird das Projekt aus dem Programm Erasmus+.
Das Projekt „PO21: European Prison Officers for the 21st Century“ hat das Ziel, die Ausbildung und das Training des Personals im Gefängnis zu verbessern. Bedarfe sind zu formulieren, die notwendigen Kompetenzen zu eruieren. Trainingskurse sind zu entwickeln und zu testen.
Das Projekt „PO21“ wird von der Universidade da Beira Interior (Portugal) koordiniert.
Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Kommission (Erasmus+-Programm KA2).
Homepage des Projektes PO21
Das Projekt „Leadcor – Leadership development for occupational stress reduction in correctional settings“ hat das Ziel, ein Trainingsprogramm zur Reduzierung berufsbedingten Stresses im Gefängniskontext zu entwickeln. Das Gefängnispersonal soll hier entsprechend geschult werden.
Das Projekt wird von der portugiesischen Universidade Da Beira Interior koordiniert.
Gefördert wird das Projekt aus von der Europäischen Kommission (Erasmus+-Programm KA2).
Homepage des Projektes Leadcor
Das Projekt „VolPris – Prisons Managing Voluntees in EU“ stellt sich der Aufgabe der Stärkung der Freiwilligenarbeit im Justizwesen, hier insbesondere im Gefängnis.
Das Projekt wird von der Senatorin für Justiz und Verfassung Bremen koordiniert.
Gefördert wird das Projekt aus von der Europäischen Kommission (Erasmus+).
Homepage des Projektes Volpris.eu
Das Projekt „R4Just – Radicalisation Prevention Competence Development Programme for Justice Professionals“ hat Ziel , zur Prävention und zur Reduzierung des Risikos einer Radikalisierung und von gewalttätigem Extremismus innerhalb von Gefängnissen beizutragen. Aufgaben sind die Durchführung von Trainingskursen, die Entwicklung eines Trainingskurses speziell für alle Fachleute im justitiellen Bereich und die Förderung der Vernetzung.
Das Projekt „R4Just“ wird von der Universidade da Beira Interior (Portugal) koordiniert.
Gefördert wird das Projekt durch die Europäische Gemeinschaft, DG Justice.
Homepage des Projektes R4Just
Das EU-Projektes „AWARE . Cross-sectoral awareness building on mental health in the criminal justice system and on release“ befasst sich mit den Fragen der psychischen Auffälligkeiten von KlientInnen im Straffälligenbereich.
Projektträger ist die Senatorin für Justiz und Verfassung.
Das Projekt wird gefördert im Programm Erasmus+ KA2.
Homepage des Projektes AWARE
Das Projekt „Way out – Integrated Exit Programme for Prison and Probation“ hat die Erfassung von Ausstiegsprogrammen zu religös-bedingter Radikalisierung zum Thema unter der Perspektive der Entwicklung eines angemessenen Evaluationskonzeptes zur Bestimmung von best practice. Die Entwicklung und Verbreitung eines online-Training-Kurses ist eine weitere Aufgabe.
Das Projekt „Way out" wird von der Universität Toulouse (Frankreich) koordiniert.
Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Gemeinschaft, DG Justice, Home Affairs, Security Funds.
Homepage des Projektes "WayOut"
Homepage des (englischsprachigen) Trainingskurses zu Radikalisierung