Das CHANCE-Netzwerk bringt die zentralen Akteur:innen der Straffälligenhilfe in Bremen und Bremerhaven zusammen. Dazu gehören die Sozialen Dienste der Justiz, die Justizvollzugsanstalt sowie zahlreiche freie Träger und soziale Einrichtungen.
Ziel des Netzwerks ist die systematische Wiedereingliederung von Inhaftierten und (Ex-)Straffälligen in die Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht dabei ein erfolgreiches Übergangsmanagement – also die Begleitung von Menschen auf dem Weg aus der Straffälligkeit hin zu stabilen Lebensverhältnissen, gesellschaftlicher Teilhabe und beruflicher Integration.
Viele Menschen aus der Zielgruppe stehen vor komplexen Herausforderungen. Langzeitarbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit, Suchterkrankungen, finanzielle Belastungen oder fehlende berufliche Perspektiven erschweren oft den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Umso wichtiger ist eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen.
Genau hier setzt das CHANCE-Netzwerk an.
Die Gesamtkoordination bildet das organisatorische Zentrum des CHANCE-Netzwerks. Gemeinsam mit Justiz, Sozialen Diensten und freien Trägern entwickelt, steuert und koordiniert sie passgenaue Maßnahmen der Straffälligenhilfe in Bremen und Bremerhaven. Angebote während der Haft, in der Entlassungsvorbereitung und nach der Haft werden abgestimmt, weiterentwickelt und evaluiert.
So entstehen verlässliche Übergänge und ein systematischer Förderkorridor für die Zielgruppe. Doppelförderungen werden vermieden und bestehende Angebote besser miteinander verknüpft.
Ziel ist ein ineinandergreifendes Hilfs- und Fördersystem, das Ressourcen sinnvoll nutzt und nachhaltige Wiedereingliederung ermöglicht.